Customer Effort Score (CES): Definition + Beispiel
Der Customer Effort Score (CES) misst, wie viel Mühe deine Kunden aufbringen mussten, um ein Anliegen zu lösen – eine Bestellung abzuschließen, eine Frage zu klären oder einen Vertrag zu kündigen. Genau diese Mühe ist oft der Grund, warum Kunden abspringen, sich beschweren oder einfach beim nächsten Mal die Konkurrenz wählen.
Wir zeigen dir hier in einfachen Worten, was der CES wirklich aussagt, wie du ihn berechnest, welche Beispielfragen sich bewährt haben und wann er besser passt als NPS oder CSAT. Du bekommst konkrete Anwendungsbeispiele aus Support, Checkout und Onboarding, die typischen Fehler bei der Erhebung und realistische Hinweise zur Auswertung. Egal ob du privat eine kleine Umfrage planst oder im Unternehmen Verantwortung für die Customer Experience trägst – am Ende weißt du, ob der CES für dich der richtige Indikator ist.
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- Was ist der Customer Effort Score?
- Wie wird der Customer Effort Score berechnet?
- CES vs. NPS vs. CSAT – wo liegt der Unterschied?
- Beispielfragen und Anwendungsfälle für den CES
- CES auswerten – was ist ein guter Wert?
- Typische Fehler und Praxistipps beim Customer Effort Score

Was ist der Customer Effort Score?
Der Customer Effort Score, kurz CES, ist eine Kennzahl aus der Kundenforschung. Sie beantwortet eine sehr konkrete Frage: Wie anstrengend war die Interaktion mit deinem Unternehmen für den Kunden? Statt nach Zufriedenheit oder Weiterempfehlungsbereitschaft zu fragen, geht es beim CES um den empfundenen Aufwand.
Die Idee dahinter ist einfach: Wenn Kunden für jede Kleinigkeit lange suchen, mehrfach anrufen oder sich durch Formulare kämpfen müssen, verlieren sie das Vertrauen – auch dann, wenn das Ergebnis am Ende stimmt. Umgekehrt schaffen einfache, reibungslose Erlebnisse Bindung, fast unabhängig davon, ob das Produkt selbst spektakulär ist.
Kurzdefinition
Der Customer Effort Score ist eine Kennzahl, die misst, wie viel Aufwand Kunden empfanden, um ein konkretes Ziel mit deinem Produkt oder deinem Service zu erreichen. Erhoben wird er meist direkt nach der jeweiligen Interaktion über eine kurze, geschlossene Frage.
Woher kommt der CES?
Der CES wurde 2010 von Matthew Dixon, Karen Freeman und Nicholas Toman im Harvard Business Review unter dem Titel „Stop Trying to Delight Your Customers“ vorgestellt. Ihre These war damals provokant: Kunden zu „begeistern“ bringt weniger Loyalität, als Reibung konsequent zu reduzieren. Diese Idee hat sich in vielen Service-Organisationen durchgesetzt und der CES zu einer der wichtigsten Experience-Kennzahlen entwickelt – neben NPS und CSAT.
Wann ergibt der CES Sinn?
Der CES eignet sich besonders dort, wo es um klar abgrenzbare Touchpoints geht – also Momente, in denen ein Kunde etwas Konkretes erledigt:
- nach einem Support-Kontakt (Telefon, Chat, E-Mail, Ticket)
- direkt nach dem Checkout in einem Onlineshop
- nach Abschluss des Onboardings einer Software
- nach einer Kündigung oder einem Tarifwechsel
- nach Nutzung der Self-Service-Bereiche im Hilfe-Center
In all diesen Fällen kannst du gut abgrenzen, worauf sich die Frage genau bezieht. Für eine allgemeine Bewertung der gesamten Kundenbeziehung ist der CES eher ungeeignet – dafür gibt es bessere Kennzahlen.
Wie wird der Customer Effort Score berechnet?
Es gibt mehrere Varianten des CES. Sie unterscheiden sich in Skala und Formulierung, das Prinzip bleibt aber gleich: Du bittest den Kunden, den Aufwand einer Interaktion einzuschätzen, und bildest aus den Antworten einen Durchschnittswert oder eine Verteilung.
Die häufigste Variante: 7er-Skala (CES 2.0)
Das heute am weitesten verbreitete Modell nennt sich CES 2.0. Es nutzt eine 7-stufige Likert-Skala, von „stimme überhaupt nicht zu“ (1) bis „stimme voll und ganz zu“ (7). Die Beispielfrage lautet sinngemäß:
„Das Unternehmen hat es mir leicht gemacht, mein Anliegen zu lösen.“
Niedrige Werte bedeuten, der Kunde musste sich anstrengen. Hohe Werte stehen für eine reibungslose Interaktion. Mehr zum Aufbau passender Skalen findest du in unserem Leitfaden zum Thema Fragebogen erstellen.
Alternative: 5er- oder 10er-Skala
Manche Unternehmen nutzen eine 5er- oder 10er-Skala, oft mit umgekehrter Logik („Wie viel Aufwand war es für Sie…“). Das ist legitim, solange du die Logik in deinem Team und in den Auswertungen konsistent hältst. Wichtig ist nur: Mische die Varianten nicht in derselben Auswertung, sonst werden Vergleiche unsauber.
Die Berechnung
Für den CES gibt es zwei gängige Wege:
- Durchschnittswert: Du summierst alle Antworten und teilst durch die Anzahl der Antworten. Ergebnis ist ein Mittelwert auf deiner gewählten Skala. Einfach, aber anfällig für Ausreißer.
- Anteil zustimmender Antworten: Du zählst nur die Antworten mit hohen Werten (z. B. 5, 6 und 7 bei einer 7er-Skala) und setzt sie ins Verhältnis zur Gesamtmenge. Das Ergebnis ist ein Prozentwert – ähnlich wie beim Top-Box-Score in der CSAT-Berechnung.
Welche Variante du wählst, hängt von deinem Ziel ab. Für interne Trendanalysen ist der Mittelwert oft praktisch. Für Reports nach außen wirkt ein Prozentwert greifbarer.
Mini-Beispiel
Du hast 200 CES-Antworten auf einer 7er-Skala gesammelt. Die Verteilung sieht so aus:
- 1–2: 18 Antworten
- 3–4: 42 Antworten
- 5: 50 Antworten
- 6: 60 Antworten
- 7: 30 Antworten
Der Mittelwert läge bei rund 4,9. Der Anteil zustimmender Antworten (5–7) beträgt 70 %. Beide Zahlen sagen etwas Ähnliches: Es läuft solide, aber knapp ein Drittel der Kunden empfand die Interaktion als zu mühsam.
CES vs. NPS vs. CSAT – wo liegt der Unterschied?
Wer Customer Experience misst, stolpert früher oder später über drei Kürzel: CES, NPS und CSAT. Sie wirken auf den ersten Blick ähnlich, beantworten aber jeweils eine andere Frage.
Worum es bei den drei Kennzahlen geht
- CES (Customer Effort Score): misst den empfundenen Aufwand bei einer konkreten Interaktion.
- NPS (Net Promoter Score): misst die Weiterempfehlungsbereitschaft – also die übergeordnete Loyalität gegenüber Marke oder Produkt. Details dazu findest du im Beitrag zum Net Promoter Score.
- CSAT (Customer Satisfaction Score): misst die Zufriedenheit mit einem konkreten Erlebnis oder Produkt. Eine ausführliche Erklärung steht im Artikel zum Customer Satisfaction Score.
Wann nutzt du welche Kennzahl?
Eine grobe Faustregel:
- CES ist stark, wenn du Friktion an einem bestimmten Touchpoint erkennen willst (Support-Fall, Bestellabschluss, Onboarding).
- CSAT passt, wenn du die direkte Zufriedenheit mit einem Produkt, einer Lieferung oder einer Beratung erfassen möchtest.
- NPS ist sinnvoll, wenn du die längerfristige Bindung an dein Unternehmen messen willst – über alle Touchpoints hinweg.
Drei Touchpoints, drei Fragen – ein Beispiel
Stell dir ein Software-Unternehmen vor, das neue Nutzer onboardet:
- Direkt nach der Einrichtung kommt eine CES-Frage: „Es war leicht, mein Konto einzurichten.“ – So erkennst du Hürden im Setup.
- Eine Woche später bittest du um eine CSAT-Bewertung des Onboarding-Tutorials: „Wie zufrieden warst du mit dem Tutorial?“ – So erfährst du, ob die Inhalte überzeugen.
- Nach drei Monaten kommt eine NPS-Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass du uns weiterempfiehlst?“ – So misst du die langfristige Bindung.
Alle drei sind nützlich, aber sie ersetzen sich nicht. Wer alles in eine Frage packen will, bekommt am Ende eine wackelige Zahl, die nichts genau abbildet.
Vergleichstabelle
| Kennzahl | Was sie misst | Typischer Zeitpunkt | Stärke |
|---|---|---|---|
| CES | Aufwand bei einer Interaktion | direkt danach | findet Friktion |
| CSAT | Zufriedenheit mit einem Erlebnis | direkt danach | konkret und schnell |
| NPS | Loyalität und Weiterempfehlung | regelmäßig, übergreifend | langfristige Bindung |
Beispielfragen und Anwendungsfälle für den CES
Damit der CES wirklich aussagekräftig wird, muss die Frage zum jeweiligen Touchpoint passen. Eine generische Frage liefert generische Antworten – und damit wenig, womit du arbeiten kannst.
Klassische CES-Fragen
Diese Formulierungen funktionieren in der Praxis gut, weil sie kurz, eindeutig und nah am erlebten Moment sind:
- „Das Unternehmen hat es mir leicht gemacht, mein Anliegen zu lösen.“
- „Es war einfach für mich, die gesuchte Information zu finden.“
- „Die Bestellung abzuschließen, war für mich unkompliziert.“
- „Wie viel Aufwand musstest du betreiben, um zu deinem Ziel zu kommen?“ (umgekehrte Skala)
Achte darauf, dass nach der CES-Frage immer eine optionale offene Frage steht: „Was hätte es noch einfacher gemacht?“ Hier liegt der eigentliche Schatz – die qualitative Begründung der Zahl.
Anwendungsfall 1: Kundensupport
Direkt nach Abschluss eines Tickets, eines Chats oder eines Anrufs verschickst du eine kurze Umfrage. Eine CES-Frage genügt oft, ergänzt durch eine offene Folgefrage. Sinkt der Wert bei einem bestimmten Kanal, schaust du dir gezielt Prozesse und Wartezeiten an. Wenn du auch wissen willst, wie viele Personen überhaupt antworten, lohnt sich ein Blick auf unseren Beitrag zur Rücklaufquote bei Umfragen.
Anwendungsfall 2: Checkout im Onlineshop
Im E-Commerce ist der CES besonders wertvoll. Nach dem Bestellabschluss kannst du fragen: „Den Kauf abzuschließen, war für mich einfach.“ Niedrige Werte deuten auf Probleme im Bezahlprozess hin – zu viele Formularfelder, unklare Versandkosten, fehlende Zahlungsarten. Hier sind oft kleine Stellschrauben mit großer Wirkung verborgen.
Anwendungsfall 3: Onboarding bei Software
Bei digitalen Produkten ist die Hürde zwischen Anmeldung und „Aha-Moment“ entscheidend. Ein CES nach den ersten Tagen zeigt dir, ob Nutzer den Einstieg als leicht oder mühsam empfanden. Verbindet man das mit Verhaltensdaten („An welcher Stelle springen die meisten ab?“), entstehen klare Optimierungspunkte.
Anwendungsfall 4: Self-Service und Hilfe-Center
Nach dem Lesen eines Help-Artikels kannst du fragen: „Dieser Artikel hat mir geholfen, mein Problem ohne Support zu lösen.“ Das ist Gold wert für Teams, die ihre Wissensdatenbank gezielt verbessern wollen – und es entlastet langfristig den Support.
Wenn du eine Umfrage von Grund auf aufsetzt, hilft dir der Leitfaden, eine Online-Umfrage zu erstellen. Dort gehen wir auch auf Versand, Timing und Wiederholungen ein.
CES auswerten – was ist ein guter Wert?
Eine ehrliche Antwort vorab: Es gibt keinen universellen „guten“ CES-Wert, der für jede Branche und jeden Touchpoint gilt. Vergleiche zwischen Unternehmen sind selten fair, weil Methodik, Skala und Frageformulierung oft abweichen. Trotzdem gibt es Anhaltspunkte, wie du deinen Wert sinnvoll interpretieren kannst.
Mittelwert oder Verteilung anschauen?
Beides. Ein guter Mittelwert allein kann täuschen. Wenn 80 % deiner Kunden eine 6 oder 7 vergeben, aber 20 % bei 1–3 liegen, hast du ein Polarisierungsproblem – einige Kundengruppen kämpfen massiv. Schau dir deshalb immer auch die Verteilung an, nicht nur den Durchschnitt.
Trends sind wichtiger als Absolutwerte
Der wertvollste Vergleich ist der mit dir selbst über Zeit. Wenn dein CES für den Checkout im letzten Quartal bei 5,4 lag und jetzt auf 4,9 fällt, ist das ein Warnsignal – ganz unabhängig davon, ob 4,9 „gut“ klingt. Definiere für deine wichtigsten Touchpoints einen Ausgangswert und beobachte die Entwicklung.
Segmentieren statt mitteln
Ein Gesamt-CES für alle Kanäle hilft selten weiter. Wirklich nützlich wird die Kennzahl, wenn du sie nach Segmenten aufschlüsselst:
- Kanal (Chat, Telefon, E-Mail, Self-Service)
- Kundengruppe (Neukunden vs. Bestandskunden)
- Produktlinie oder Tarif
- Zeitpunkt im Kundenzyklus
So findest du heraus, wo Aufwand entsteht – und kannst gezielt eingreifen.
Wann der CES überhaupt belastbar ist
Eine kleine Stichprobe mit zehn Antworten zeigt keinen verlässlichen Trend. Wie groß deine Stichprobe sein sollte, hängt von Grundgesamtheit und gewünschtem Konfidenzniveau ab. Für eine erste Orientierung helfen dir unsere Online-Rechner, darunter auch ein Stichprobenrechner. Wenn du tiefer einsteigen willst, lies dich in das Thema Reliabilität ein – also wie zuverlässig deine Messung ist.
Was tun mit den Ergebnissen?
Eine Zahl auf dem Dashboard verändert nichts. Wirkung entsteht erst, wenn du:
- niedrige Bewertungen mit der offenen Folgefrage verknüpfst,
- Verbesserungen umsetzt (z. B. weniger Formularfelder, klarere Texte, schnellere Antwortzeiten),
- nach einigen Wochen wieder misst und prüfst, ob sich der Wert bewegt.
Genau dieser Zyklus – messen, eingreifen, erneut messen – macht den Unterschied zwischen einer netten Zahl und echter Verbesserung.
Typische Fehler und Praxistipps beim Customer Effort Score
Der CES ist einfach zu erheben – und genau deshalb wird er oft falsch eingesetzt. Diese Fehler tauchen besonders häufig auf:
Fehler 1: Zu spät fragen
Wer drei Wochen nach einem Support-Kontakt fragt, bekommt verzerrte Antworten. Erinnerungen verblassen, Emotionen verschieben sich. CES-Fragen wirken am besten direkt nach der Interaktion – idealerweise innerhalb von 24 Stunden.
Fehler 2: Zu viele Fragen auf einmal
Eine CES-Umfrage besteht im Kern aus einer geschlossenen Frage und einer offenen Folgefrage. Schon eine dritte Frage senkt die Antwortquote spürbar. Wer dann noch demografische Angaben oder Marketing-Fragen anhängt, riskiert hohe Abbrüche.
Fehler 3: Verwirrende Skala
„Wie viel Aufwand war es für Sie?“ und „Es war leicht für mich“ haben gegensätzliche Logiken. Wenn beide Varianten im selben Reporting auftauchen, entstehen falsche Schlüsse. Entscheide dich für eine Richtung und bleibe dabei.
Fehler 4: Anonymität nicht klären
Gerade bei Support-Kontakten zögern manche Kunden, ehrlich zu antworten – aus Sorge, der Mitarbeiter könnte negative Bewertungen mitbekommen. Wenn die Bewertung an einer Person hängt, sinkt die Bereitschaft, kritisch zu sein. Eine klare Aussage zur Anonymität hilft. Tipps dazu findest du im Beitrag zur anonymen Online-Umfrage.
Fehler 5: Nur die Zahl betrachten
Eine 4,9 ist kein Ergebnis – sie ist eine Einladung, nachzuhaken. Wer den CES isoliert betrachtet, ohne die offenen Antworten zu lesen oder Verhalten zu analysieren, verschenkt den größten Teil des Wertes.
Fehler 6: Den CES überstrapazieren
Nicht jede Frage gehört in den CES gegossen. Geht es um die Qualität deines Produkts, ist CSAT meist treffender. Geht es um langfristige Loyalität, ist NPS sinnvoller. Der CES ist stark in seinem Bereich, sollte aber nicht zur Allzweckwaffe werden.
Praxistipps für mehr Aussagekraft
- Kombiniere die geschlossene CES-Frage immer mit einer kurzen offenen Folgefrage.
- Halte den Wortlaut über Wellen hinweg konstant, sonst werden Vergleiche schwierig.
- Frage nicht ständig, sondern an klar definierten Touchpoints. Zu viele Befragungen führen zu Survey-Fatigue.
- Schließe den Feedback-Loop: Wenn ein Kunde besonders niedrig bewertet und du seine Identität kennst, lohnt sich ein kurzer Folgeanruf. Das wirkt oft stärker als jede Prozessänderung.
- Teile die Ergebnisse mit den Teams, die direkt am Kunden arbeiten. CES-Daten gehören nicht in eine Schublade, sondern in den nächsten Sprint oder die nächste Team-Runde.
Wenn du als Vorlage zum Einstieg eine fertige Struktur willst, schau in unsere Fragebogen-Vorlagen. Dort findest du Beispiele, die du auf deinen CES-Anwendungsfall anpassen kannst.

Marco
Marco ist Teil unseres Experten-Teams. Seit 2018 führt er erfolgreich Umfragen in Unternehmen durch und teilt seine Erfahrungen hier bei Online-Umfrage.org.
Häufige Fragen
Was misst der Customer Effort Score genau?
Der CES misst, wie viel Aufwand ein Kunde aufbringen musste, um ein konkretes Anliegen mit deinem Produkt oder deinem Service zu lösen – zum Beispiel eine Bestellung abzuschließen oder ein Problem mit dem Support zu klären.
Was ist ein guter CES-Wert?
Es gibt keinen universellen Schwellenwert, weil Skala, Branche und Touchpoint stark variieren. Aussagekräftiger als ein Absolutwert ist die Entwicklung über Zeit und die Verteilung der Antworten. Trends nach oben oder unten zeigen meist mehr als ein einzelner Mittelwert.
CES, NPS oder CSAT – welche Kennzahl soll ich nutzen?
Sie ergänzen sich. Der CES eignet sich für einzelne Interaktionen, der CSAT für die Zufriedenheit mit einem konkreten Erlebnis und der NPS für die langfristige Bindung. In vielen Unternehmen werden alle drei parallel eingesetzt, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Welche Skala wird beim CES verwendet?
Am gängigsten ist die 7-stufige Likert-Skala (CES 2.0), bei der Kunden einer Aussage wie „Das Unternehmen hat es mir leicht gemacht“ zustimmen oder widersprechen. Es gibt auch 5er- und 10er-Varianten. Wichtig ist, im eigenen Unternehmen konsistent bei einer Skala zu bleiben.
Wann sollte ich die CES-Frage stellen?
Direkt nach der jeweiligen Interaktion, idealerweise innerhalb von 24 Stunden. Spätere Befragungen liefern verzerrte Antworten, weil Eindrücke verblassen und sich die Wahrnehmung verändert.
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