Umfrage erstellen mit Microsoft Forms: So geht's + Anleitung
Eine Umfrage mit Microsoft Forms zu erstellen, dauert keine zehn Minuten – du brauchst nur ein Microsoft-Konto und eine Idee, was du wissen willst. Forms gehört zu Microsoft 365, läuft komplett im Browser und ist für viele schon vorhanden, ohne dass extra etwas gekauft werden muss. Genau das macht es zur naheliegenden Wahl, wenn du im Unternehmen, im Verein oder fürs Studium schnell Feedback einsammeln möchtest.
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du dein erstes Formular aufbaust, welche Fragetypen es gibt, wie du die Umfrage anonym hältst und wie du die Antworten am Ende sauber auswertest – inklusive Excel-Export. Dazu bekommst du die typischen Stolperfallen, ein durchgehendes Beispiel und ehrliche Hinweise, wo Forms an seine Grenzen kommt.
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- Was ist Microsoft Forms – und was brauchst du, um loszulegen?
- Umfrage erstellen mit Microsoft Forms: Schritt für Schritt
- Welche Fragetypen bietet Microsoft Forms?
- Microsoft Forms anonym nutzen: Worauf du achten musst
- Antworten auswerten und nach Excel exportieren
- Grenzen von Microsoft Forms und typische Fehler
Was ist Microsoft Forms – und was brauchst du, um loszulegen?
Microsoft Forms ist ein kostenloser Online-Dienst von Microsoft, mit dem du Umfragen, Formulare und Quizze erstellst. Alles passiert im Browser unter forms.office.com, du musst nichts installieren. Die Antworten landen automatisch in einer übersichtlichen Auswertung, die du jederzeit live mitverfolgen kannst.
Das brauchst du zum Start:
- ein Microsoft-Konto (privat reicht: Outlook.com, Hotmail oder Live) oder einen Microsoft-365-Zugang über Schule, Uni oder Arbeit
- einen Browser und eine Internetverbindung
- eine grobe Idee, was du herausfinden willst
Die Grundfunktionen sind kostenlos. Mit einem privaten Konto kannst du eine große Zahl an Formularen anlegen, allerdings ist die Zahl der Antworten pro Formular begrenzt – für die meisten privaten und kleineren Umfragen reicht das problemlos. Wer sehr große Befragungen plant, sollte das im Hinterkopf behalten.
Wann Microsoft Forms die richtige Wahl ist
Forms spielt seine Stärke aus, wenn du ohnehin im Microsoft-Umfeld arbeitest. Die Auswertung in Excel ist nur einen Klick entfernt, die Einbindung in Teams funktioniert reibungslos, und Kolleginnen und Kollegen kennen die Oberfläche meist schon. Für eine Mitarbeiterbefragung, ein Veranstaltungs-Feedback oder eine kurze Abstimmung im Team ist es schnell und unkompliziert.
Geht es dagegen um eine wissenschaftliche Erhebung mit komplexen Filtern, vielen Sprachversionen oder besonders strengen Datenschutzanforderungen, lohnt sich vorher ein Blick auf spezialisierte Werkzeuge. Eine neutrale Gegenüberstellung findest du in unserem Umfrage-Tools-Vergleich – dort siehst du, wo Forms überzeugt und wo Alternativen besser passen.
Umfrage erstellen mit Microsoft Forms: Schritt für Schritt
Am besten lernst du Forms an einem konkreten Fall kennen. Wir nehmen als Beispiel eine Feedback-Umfrage für ein Team-Event: Du willst wissen, wie zufrieden die Kolleginnen und Kollegen mit dem letzten Sommerfest waren. Dieses Beispiel begleitet uns durch den ganzen Artikel.
Schritt 1: Neues Formular anlegen
Öffne forms.office.com und melde dich mit deinem Microsoft-Konto an. Klicke auf „Neues Formular“. Vergib einen aussagekräftigen Titel – etwa „Feedback Sommerfest 2026“ – und optional eine kurze Beschreibung. Der Titel darf bis zu 90 Zeichen lang sein, die Beschreibung deutlich mehr. Forms speichert automatisch, du musst also nichts manuell sichern.
Schritt 2: Fragen hinzufügen
Mit „Neu hinzufügen“ fügst du jede Frage einzeln ein. Du wählst pro Frage den passenden Typ – mehr dazu im nächsten Kapitel. Für unser Beispiel könnten das sein: eine Bewertung („Wie zufrieden warst du insgesamt?“), eine Auswahlfrage („Was hat dir am besten gefallen?“) und eine Textfrage („Was sollen wir nächstes Mal anders machen?“).
Schritt 3: Pflichtfragen und Logik festlegen
Über den Schalter „Erforderlich“ machst du eine Frage zur Pflicht. Mit Abschnitten gliederst du längere Umfragen in Themenblöcke. Wer mag, kann eine Verzweigungslogik einbauen: Je nach Antwort sieht die Person dann unterschiedliche Folgefragen. Übertreib es aber nicht – kurze Umfragen werden zuverlässiger ausgefüllt.
Schritt 4: Vorschau und Test
Bevor du teilst, klicke auf „Vorschau“ und fülle die Umfrage selbst einmal aus – am Desktop und mobil. So merkst du sofort, ob eine Frage missverständlich ist oder eine Antwortoption fehlt. Dieser kurze Pretest ist Gold wert; die häufigsten Fehler bei Umfragen entstehen genau hier, weil dieser Schritt übersprungen wird.
Schritt 5: Teilen
Über „Antworten sammeln“ bekommst du einen Link, einen QR-Code oder eine Einladung per E-Mail. Du legst außerdem fest, wer antworten darf: nur Personen in deiner Organisation oder jede Person mit dem Link. Für eine breite, anonyme Befragung wählst du „Jeder kann antworten“.
Wenn du beim Aufbau unsicher bist, hilft dir unser Leitfaden zum Online-Umfrage erstellen mit den allgemeinen Prinzipien – unabhängig vom Tool.
Welche Fragetypen bietet Microsoft Forms?
Der richtige Fragetyp entscheidet darüber, wie gut du die Antworten später auswerten kannst. Microsoft Forms bietet eine solide Auswahl, die für die meisten Umfragen ausreicht.
Direkt verfügbare Fragetypen:
- Auswahl – Multiple Choice mit einer oder mehreren möglichen Antworten. Ideal für klare Optionen wie „Was hat dir gefallen?“. Das sind klassische geschlossene Fragen.
- Text – freies Textfeld, kurz oder lang. Perfekt für Meinungen und Anregungen, also offene Fragen.
- Bewertung – Sterne oder Zahlen, etwa von 1 bis 5. Gut für Zufriedenheit auf einen Blick.
- Datum – für Terminabfragen oder Zeitangaben.
Über „Weitere Fragetypen“ zusätzlich:
- Rangfolge – Teilnehmende sortieren Optionen nach Wichtigkeit.
- Likert – eine Matrix mit Zustimmungsstufen, zum Beispiel von „stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll zu“. Das ist die klassische Likert-Skala für differenzierte Einschätzungen.
- Net Promoter Score – die typische 0-bis-10-Empfehlungsfrage.
- Dateiupload – wenn Teilnehmende Dokumente oder Bilder mitschicken sollen.
Welcher Typ wann?
Für unser Sommerfest-Beispiel ist die Mischung sinnvoll: eine Bewertung für die Gesamtzufriedenheit, eine Auswahlfrage für konkrete Programmpunkte und eine Likert-Matrix für Aussagen wie „Die Organisation war gut“ oder „Das Essen hat geschmeckt“. Eine einzige offene Textfrage am Ende fängt alles auf, woran du vorher nicht gedacht hast.
Eine kleine Faustregel: Je mehr geschlossene Fragen du nutzt, desto schneller geht die Auswertung. Offene Fragen liefern dafür die ehrlicheren, überraschenderen Antworten – nur eben mit mehr Lesearbeit.
Microsoft Forms anonym nutzen: Worauf du achten musst
Anonymität ist bei Feedback oft entscheidend. Menschen antworten ehrlicher, wenn ihr Name nicht auftaucht – gerade bei einer Mitarbeiterbefragung. Microsoft Forms kann anonym sein, aber das hängt von den Einstellungen ab.
So bleibt die Umfrage anonym:
- Wähle beim Teilen die Option „Jeder kann antworten“. Dann werden keine Namen erfasst, weil keine Anmeldung nötig ist.
- Beschränkst du die Umfrage dagegen auf „Personen in meiner Organisation“, kannst du zusätzlich einstellen, ob Namen erfasst werden. Deaktiviere die Namenserfassung, wenn die Antworten anonym sein sollen.
Ein wichtiger Hinweis:
Echte Anonymität bedeutet, dass du eine einzelne Antwort niemandem zuordnen kannst. Bei sehr kleinen Gruppen ist das schwierig – wenn nur drei Personen teilnehmen und eine davon eine eindeutige Rolle hat, lässt sich manchmal erraten, von wem eine Antwort stammt. Frag in solchen Fällen lieber etwas weniger Demografisches ab.
Anonym ist nicht automatisch DSGVO-konform
Anonymität und Datenschutz sind zwei verschiedene Dinge. Auch eine anonyme Umfrage muss sauber kommuniziert werden: Sag den Teilnehmenden, dass die Umfrage anonym ist, wer die Ergebnisse sieht und wofür sie genutzt werden. Sobald du personenbezogene Daten erhebst, brauchst du eine Rechtsgrundlage und eine klare Information. Was dabei zu beachten ist, erklären wir ausführlich im Beitrag zu Datenschutz und DSGVO bei Umfragen. Wenn du grundsätzlich ohne Klarnamen arbeiten willst, hilft dir auch unser Ratgeber zur anonymen Umfrage weiter.
Antworten auswerten und nach Excel exportieren
Sobald die ersten Antworten eingehen, kannst du sie live mitverfolgen. Das ist einer der angenehmsten Punkte an Forms: Du musst nichts zusammenrechnen, die wichtigsten Auswertungen entstehen automatisch.
Die Auswertung im Überblick
Öffne dein Formular und wechsle oben auf den Reiter „Antworten“. Dort siehst du auf einen Blick, wie viele Personen geantwortet haben, wie lange sie im Schnitt gebraucht haben und – pro Frage – die Verteilung der Antworten. Bewertungs- und Auswahlfragen zeigt Forms direkt als Diagramm an. Bei Textfragen kannst du die einzelnen Antworten durchblättern.
Detailansicht und Excel-Export
Für eine tiefere Analyse klickst du auf „In Excel öffnen“. Du bekommst eine Tabelle mit einer Zeile pro Person und einer Spalte pro Frage. Ab hier bist du frei: Filter setzen, Pivot-Tabellen bauen, Mittelwerte berechnen oder Diagramme erstellen. Genau hier liegt die Stärke von Forms im Microsoft-Umfeld – der Sprung von der Umfrage in die Tabellenkalkulation ist nahtlos.
Typische Auswertungsschritte:
- Gesamtzufriedenheit als Durchschnitt der Bewertungsfrage berechnen
- offene Antworten thematisch gruppieren (zum Beispiel „Lob“, „Kritik“, „Wünsche“)
- Auffälligkeiten markieren, etwa eine Frage mit besonders schwacher Bewertung
Vom Wert zur Erkenntnis
Zahlen allein sagen wenig. Eine 3,8 von 5 bei der Zufriedenheit ist erst dann nützlich, wenn du sie einordnest: im Vergleich zum Vorjahr, zwischen Teams oder mit Blick auf die offenen Kommentare. Wie du Ergebnisse richtig interpretierst und typische Denkfehler vermeidest, zeigen wir dir im Detail im Ratgeber zum Umfragen auswerten. Für konkrete Kennzahlen wie Rücklaufquote oder Stichprobengröße helfen dir außerdem unsere Online-Rechner.
Grenzen von Microsoft Forms und typische Fehler
Microsoft Forms ist schnell und solide, aber kein Alleskönner. Es lohnt sich, die Grenzen zu kennen, bevor du eine wichtige Umfrage startest.
Wo Forms an Grenzen stößt:
- Das Design lässt sich nur begrenzt anpassen – für eine durchgestylte Marken-Umfrage ist es manchmal zu schlicht.
- Die Antwortzahl pro Formular ist bei privaten Konten begrenzt.
- Komplexe Logik, Mehrsprachigkeit oder fortgeschrittene statistische Auswertungen sind nicht die Stärke von Forms.
- Für sehr sensible Daten brauchst du je nach Kontext zusätzliche Datenschutz-Vorkehrungen.
Die häufigsten Fehler – und wie du sie vermeidest
- Zu viele Fragen. Lange Umfragen werden abgebrochen. Frag nur, was du wirklich auswerten willst.
- Suggestive Formulierungen. Fragen wie „Wie großartig fandest du das Event?“ verzerren die Antworten. Bleib neutral.
- Kein Pretest. Lass die Umfrage vor dem Versand von ein bis zwei Personen testen. Das deckt Missverständnisse auf.
- Falscher Fragetyp. Eine offene Frage, wo eine Auswahl gereicht hätte, macht die Auswertung unnötig mühsam.
- Anonymität versprochen, aber nicht eingestellt. Prüfe vor dem Versand, ob deine Einstellungen wirklich anonym sind.
Was du als Nächstes tun kannst
Wenn du dein Formular fertig hast, lohnt sich ein letzter Blick auf den Gesamteindruck: klarer Titel, logische Reihenfolge, freundlicher Abschlusstext. Brauchst du eine Startvorlage, findest du in unseren Fragebogen-Vorlagen fertige Muster für Mitarbeiter-, Kunden- und weitere Befragungen, die du an dein Thema anpassen kannst. So musst du nicht bei null anfangen und vergisst keine wichtige Frage.

Marco
Marco ist Teil unseres Experten-Teams. Seit 2018 führt er erfolgreich Umfragen in Unternehmen durch und teilt seine Erfahrungen hier bei Online-Umfrage.org.
Häufige Fragen
Ist Microsoft Forms kostenlos?
Ja, die Grundfunktionen von Microsoft Forms sind kostenlos. Du brauchst nur ein Microsoft-Konto (privat genügt Outlook.com, Hotmail oder Live) und kannst unter forms.office.com sofort Umfragen erstellen. Mit einem privaten Konto ist allerdings die Zahl der Antworten pro Formular begrenzt; für die meisten privaten und kleineren Umfragen reicht das aus.
Wie erstelle ich eine Umfrage mit Microsoft Forms?
Melde dich unter forms.office.com mit deinem Microsoft-Konto an, klicke auf „Neues Formular“, vergib einen Titel und füge über „Neu hinzufügen“ deine Fragen samt passendem Fragetyp ein. Teste die Umfrage über die Vorschau und teile sie anschließend per Link, QR-Code oder E-Mail.
Kann man eine Umfrage in Microsoft Forms anonym machen?
Ja. Wählst du beim Teilen „Jeder kann antworten“, werden keine Namen erfasst und die Antworten sind anonym. Beschränkst du die Umfrage auf deine Organisation, kannst du die Namenserfassung gezielt deaktivieren. Prüfe die Einstellung vor dem Versand, denn je nach Konfiguration kann ein Name erfasst werden.
Wie werte ich Microsoft Forms aus?
Öffne dein Formular und wechsle auf den Reiter „Antworten“. Dort siehst du eine Live-Zusammenfassung mit Diagrammen pro Frage. Für eine tiefere Analyse klickst du auf „In Excel öffnen“ und erhältst eine Tabelle mit einer Zeile pro Person und einer Spalte pro Frage – ideal für Filter, Pivot-Tabellen und eigene Auswertungen.
Welche Fragetypen gibt es in Microsoft Forms?
Direkt verfügbar sind Auswahl (Multiple Choice), Text, Bewertung und Datum. Über „Weitere Fragetypen“ kommen Rangfolge, Likert-Matrix, Net Promoter Score und Dateiupload hinzu. Welcher Typ passt, hängt vom Ziel ab: geschlossene Fragen lassen sich schnell auswerten, offene Fragen liefern ehrlichere, aber aufwendiger zu lesende Antworten.
Online-Umfragen einfach mit KI erstellen



