Umfrage erstellen mit SurveyMonkey: So geht's + Anleitung
SurveyMonkey ist eines der bekanntesten Tools, wenn es ums Thema Online-Umfragen geht – und genau deshalb landen viele hier, bevor sie das erste Mal eine eigene Befragung starten. Eine Umfrage mit SurveyMonkey zu erstellen ist in wenigen Minuten gemacht: Konto anlegen, Fragen eintippen, Link verschicken, Antworten anschauen. Die eigentlichen Fragen kommen meist erst danach – was kann die kostenlose Version wirklich, wie anonym sind die Antworten, und ist das Ganze überhaupt DSGVO-konform, wenn du in Deutschland sitzt?
Wir zeigen dir hier Schritt für Schritt, wie du in SurveyMonkey eine Umfrage aufsetzt, welche Fragetypen sinnvoll sind und worauf du beim Versenden und Auswerten achten solltest. Genauso ehrlich sagen wir dir, wo der Gratis-Tarif Grenzen hat und wann sich ein Blick auf andere Tools lohnt. Egal, ob du Feedback fürs Vereinsfest, eine Kundenbefragung oder eine kleine Umfrage für die Uni planst – am Ende weißt du, ob SurveyMonkey für dein Vorhaben das richtige Werkzeug ist.
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Jetzt kostenlos Umfrage erstellen
- Was ist SurveyMonkey – und was kann die kostenlose Version?
- Umfrage erstellen mit SurveyMonkey: Schritt für Schritt
- Welche Fragetypen gibt es – und wann nutzt du welchen?
- Ist SurveyMonkey anonym und DSGVO-konform?
- Umfrage auswerten: Ergebnisse lesen und exportieren
- Typische Fehler und sinnvolle Alternativen
Was ist SurveyMonkey – und was kann die kostenlose Version?
SurveyMonkey ist ein webbasiertes Umfrage-Tool, mit dem du Online-Umfragen erstellst, verschickst und auswertest – ohne eigene Technik, direkt im Browser. Du brauchst nur ein kostenloses Konto und kannst sofort loslegen. Bekannt ist das Tool vor allem, weil es zu den ältesten und meistgenutzten Anbietern weltweit gehört.
Für wen sich SurveyMonkey eignet
Das Tool ist auf einfache Feedback- und Meinungsumfragen ausgelegt: Kundenzufriedenheit, Event-Feedback, Mitarbeiterbefragungen oder eine schnelle Abstimmung im Team. Für ein paar Fragen an eine überschaubare Gruppe reicht der Gratis-Tarif oft aus. Wird die Umfrage größer oder wissenschaftlicher, stößt die kostenlose Version aber schnell an ihre Grenzen.
Das kann der kostenlose Tarif (Stand 2026)
Der Basis-Tarif von SurveyMonkey ist dauerhaft kostenlos und beinhaltet:
- unbegrenzt viele Umfragen anlegen
- Zugriff auf eine große Sammlung an Vorlagen und vorformulierten Fragen
- die wichtigsten Fragetypen (Single Choice, Multiple Choice, Bewertungsskalen, offene Textfelder)
- E-Mail-Support
Wo die Gratis-Version aufhört
Die kostenlose Version ist bewusst eng geschnitten. Pro Umfrage kannst du nur eine begrenzte Zahl an Fragen stellen und nur einen Teil der eingegangenen Antworten einsehen – der Rest wird zwar gesammelt, aber erst nach einem Upgrade sichtbar. Diese Limits ändert SurveyMonkey von Zeit zu Zeit, deshalb solltest du die aktuellen Zahlen vor dem Start kurz im Tarifvergleich auf der SurveyMonkey-Seite prüfen. Auch komfortable Funktionen wie Umfragelogik (Fragen ein- oder ausblenden je nach Antwort), Verzweigungen oder tiefere Auswertungen sind erst in den Bezahltarifen enthalten.
Faustregel: Für eine kurze Umfrage mit wenigen Fragen und einer kleinen Teilnehmerzahl reicht der Gratis-Tarif. Sobald du jede einzelne Antwort brauchst oder mehr als eine Handvoll Fragen stellst, wird es im kostenlosen Plan eng.
Wenn du dir noch unsicher bist, ob SurveyMonkey überhaupt zu deinem Projekt passt, hilft ein Blick in unseren Umfrage-Tools-Vergleich. Dort siehst du, welche Anbieter bei Funktionsumfang, Preis und Datenschutz wie abschneiden.
Umfrage erstellen mit SurveyMonkey: Schritt für Schritt
Eine Umfrage in SurveyMonkey ist in fünf Schritten fertig. Wir gehen sie am Beispiel einer kleinen Kundenbefragung für ein Café durch – das Prinzip ist bei jedem Thema gleich.
Schritt 1 – Konto anlegen und Umfrage starten
Melde dich auf surveymonkey.de an oder registriere dich kostenlos. Klicke oben rechts auf „Umfrage erstellen“. Du hast dann mehrere Möglichkeiten: eine Umfrage von Grund auf neu erstellen, mit einer fertigen Vorlage beginnen, eine frühere Umfrage kopieren oder dir per „Für mich bauen“ einen Entwurf vorschlagen lassen. Für maximale Kontrolle empfehlen wir „von Grund auf neu“.
Schritt 2 – Fragen hinzufügen
Jetzt füllst du die Umfrage mit Inhalt. Du kannst eigene Fragen ins Textfeld tippen oder aus der Fragendatenbank links bereits formulierte Fragen übernehmen. Für unser Café-Beispiel etwa: „Wie zufrieden warst du mit deinem Besuch?“ und „Was sollten wir verbessern?“
Tipp aus der Praxis: Halte die Reihenfolge logisch – erst leichte, allgemeine Fragen, dann ins Detail, sensible Fragen ans Ende. Wenn du wissen willst, wie du Fragen sauber formulierst und typische Stolperfallen vermeidest, lies unseren Beitrag zu häufigen Fehlern bei Umfragen.
Schritt 3 – Fragetyp festlegen
Rechts neben jeder Frage wählst du über ein Drop-down den passenden Fragetyp. Ob Single Choice, Multiple Choice, eine Bewertungsskala oder ein offenes Textfeld – die Wahl entscheidet später darüber, wie gut du die Antworten auswerten kannst. Mehr dazu in Kapitel 3.
Schritt 4 – Vorschau und Test
Klicke oben rechts auf „Weiter“, um in die Vorschau zu gelangen. Hier beantwortest du deine Umfrage einmal selbst und prüfst, ob alles verständlich ist, nichts doppelt vorkommt und die Logik stimmt. Dieser kleine Test ist Gold wert – ein echter Pretest deines Fragebogens deckt Missverständnisse auf, bevor sie deine Ergebnisse verfälschen.
Schritt 5 – Versenden
Wenn alles passt, gehst du zum Versand. SurveyMonkey bietet verschiedene Wege an; am einfachsten ist der „Umfragelink freigeben“. Kopiere den Link und verschicke ihn per E-Mail, Messenger oder QR-Code an deine Teilnehmer. Sobald die ersten Antworten eingehen, kannst du sie auswerten.
Welche Fragetypen gibt es – und wann nutzt du welchen?
Der Fragetyp ist keine Nebensache. Er bestimmt, wie deine Teilnehmer antworten und wie viel Arbeit die Auswertung später macht. SurveyMonkey bietet alle gängigen Typen – hier die wichtigsten und wann sie sinnvoll sind.
Geschlossene Fragen (Auswahl)
Bei geschlossenen Fragen gibst du die Antwortmöglichkeiten vor. Das macht die Auswertung einfach, weil sich die Antworten direkt in Zahlen und Diagramme übersetzen lassen.
- Single Choice: Genau eine Antwort ist möglich (z. B. „Wie oft besuchst du uns? – täglich / wöchentlich / selten“).
- Multiple Choice: Mehrere Antworten erlaubt (z. B. „Welche Produkte kennst du?“).
- Bewertungsskala / Likert-Skala: Zustimmung oder Zufriedenheit auf einer Skala, etwa von „sehr zufrieden“ bis „sehr unzufrieden“.
Wie du eine saubere Abstufung baust und typische Fehler vermeidest, erklären wir dir ausführlich im Beitrag zur Likert-Skala. Grundsätzliches zur Arbeit mit vorgegebenen Antworten findest du bei den geschlossenen Fragen.
Offene Fragen (Textfeld)
Hier tippen Teilnehmer frei. Offene Fragen liefern Zitate, Ideen und Begründungen, die du mit Auswahlfragen nie bekommst. Der Preis: Die Auswertung ist aufwändiger, weil du Freitext lesen und ordnen musst. Setze offene Fragen deshalb gezielt ein – meist reichen ein bis zwei. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu offenen Fragen.
Welchen Typ wann?
Eine einfache Faustregel:
- Du willst zählen und vergleichen → geschlossene Fragen.
- Du willst verstehen und Gründe erfahren → offene Fragen.
- Du willst beides → eine Mischung, mit Schwerpunkt auf geschlossenen Fragen und wenigen gezielten Textfeldern.
Achte beim Formulieren darauf, neutral zu bleiben. Eine Frage wie „Wie gut hat dir unser hervorragender Service gefallen?“ schiebt die Antwort in eine Richtung. Solche Suggestivfragen verfälschen dein Ergebnis, ohne dass du es merkst.
Ist SurveyMonkey anonym und DSGVO-konform?
Diese Frage stellt sich fast jeder, der in Deutschland eine Umfrage startet – zu Recht. Hier die wichtigsten Punkte, ehrlich eingeordnet.
Wie anonym sind die Antworten?
SurveyMonkey kann Umfragen anonym erheben, aber Anonymität ist eine Einstellungssache, kein Automatismus. Standardmäßig kann das Tool je nach Versandweg technische Daten wie die IP-Adresse erfassen. Wenn du wirklich anonym befragen willst, musst du in den Umfrage-Einstellungen festlegen, dass keine identifizierenden Daten gespeichert werden – und du solltest in keiner Frage nach Name, E-Mail oder anderen direkten Identifikatoren fragen.
Wie du eine Befragung wasserdicht anonym aufsetzt, haben wir im Detail im Beitrag anonyme Umfrage erstellen beschrieben.
Was ist mit dem Datenschutz?
Hier wird es für deutsche Nutzer entscheidend. SurveyMonkey gehört zu einem US-Unternehmen, speichert Daten aber auf Servern in den USA, Kanada und Irland (EU). Das heißt konkret:
- Für einen rechtssicheren Einsatz brauchst du in der Regel einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) nach Art. 28 DSGVO.
- Diesen AV-Vertrag inklusive der EU-Standardvertragsklauseln bietet SurveyMonkey nach gängiger Einschätzung nur in den Bezahltarifen an – nicht für kostenlose Konten.
- Es kann zu einer Datenübermittlung in die USA kommen; SurveyMonkey ist nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert.
Für eine private, harmlose Umfrage ohne personenbezogene Daten ist das meist unkritisch. Sobald du aber im geschäftlichen Kontext personenbezogene Daten erhebst – etwa bei einer Mitarbeiter- oder Kundenbefragung – solltest du den AV-Vertrag, eine passende Datenschutzerklärung und die Einwilligung der Teilnehmer ernst nehmen.
Wenn Datenschutz für dich ein zentrales Thema ist, lohnt sich ein genauer Vergleich der Anbieter. Worauf du dabei achten musst, erfährst du in unserem Überblick zum Datenschutz bei Online-Umfragen (DSGVO). Tools mit Serverstandort in Deutschland oder der EU – etwa empirio.ai – machen den rechtssicheren Einsatz oft einfacher.
Umfrage auswerten: Ergebnisse lesen und exportieren
Sobald die ersten Antworten da sind, zeigt dir SurveyMonkey die Ergebnisse automatisch aufbereitet an – als Diagramme, Prozentwerte und Übersichtstabellen. Für eine schnelle Einschätzung reicht das oft schon.
Was du direkt im Tool siehst
Im Bereich „Ergebnisse analysieren“ findest du pro Frage eine Auswertung: Balken- und Tortendiagramme für geschlossene Fragen, eine Liste der Freitext-Antworten bei offenen Fragen. Du kannst einzelne Fragen filtern und so zum Beispiel nur die Antworten einer bestimmten Gruppe anschauen – die Tiefe dieser Filter hängt aber vom Tarif ab.
Wichtig beim Gratis-Tarif:
Du siehst in der kostenlosen Version nur einen Teil der gesammelten Antworten. Wenn deine Umfrage mehr Rücklauf bekommt, als der Plan freigibt, bleiben die zusätzlichen Antworten zunächst verborgen.
Daten exportieren
Für eine eigene, tiefere Analyse exportierst du die Rohdaten – je nach Tarif als CSV- oder Excel-Datei. In Excel oder Google Sheets kannst du dann selbst rechnen, Kreuztabellen bauen oder die Daten weiterverarbeiten.
Wie du aus den Zahlen echte Erkenntnisse ziehst – und nicht nur Prozente abliest – zeigen wir dir Schritt für Schritt im Beitrag Umfragen auswerten. Und wenn du wissen willst, wie viele Teilnehmer du überhaupt brauchst, damit deine Ergebnisse aussagekräftig sind, helfen dir unsere Online-Rechner.
Typische Fehler und sinnvolle Alternativen
SurveyMonkey ist solide, aber nicht für jeden Zweck die beste Wahl. Diese Fehler kosten am häufigsten Ergebnisse – und so umgehst du sie.
Die häufigsten Fehler
- Zu viele Fragen: Lange Umfragen werden abgebrochen. Gerade im Gratis-Tarif bist du ohnehin auf wenige Fragen begrenzt – nutze sie für das Wesentliche.
- Falscher Fragetyp: Wer alles als offenes Textfeld baut, ertrinkt später in der Auswertung. Wer alles vorgibt, verliert wertvolle Begründungen.
- Antwortlimit übersehen: Wenn du im kostenlosen Plan nur einen Teil der Antworten siehst, verzerrt das dein Bild. Plane das vorher ein.
- Datenschutz zu spät bedacht: Bei geschäftlichen Befragungen mit personenbezogenen Daten den AV-Vertrag und die Einwilligung nicht vergessen.
Wann sich eine Alternative lohnt
SurveyMonkey ist stark für schnelle, einfache Befragungen. Es gibt aber Situationen, in denen ein anderes Tool besser passt:
- Du brauchst alle Antworten und mehr als ein paar Fragen, willst aber nichts zahlen.
- Datenschutz steht im Vordergrund und du möchtest einen Serverstandort in der EU oder Deutschland.
- Du machst eine wissenschaftliche Umfrage, etwa für die Bachelor- oder Masterarbeit, und brauchst saubere Exporte und mehr Fragetypen.
Einen neutralen Überblick, welches Tool für welchen Zweck am besten passt, findest du in unserem Umfrage-Tools-Vergleich. Für den schnellen Einstieg in eine eigene Umfrage – mit Vorlagen und ohne Hürden – haben wir außerdem den Leitfaden Online-Umfrage erstellen und fertige Fragebogen-Vorlagen zum Download für dich.

Marco
Marco ist Teil unseres Experten-Teams. Seit 2018 führt er erfolgreich Umfragen in Unternehmen durch und teilt seine Erfahrungen hier bei Online-Umfrage.org.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich eine Umfrage mit SurveyMonkey?
Melde dich bei surveymonkey.de an und klicke oben rechts auf „Umfrage erstellen“. Wähle „von Grund auf neu“ oder eine Vorlage, füge deine Fragen hinzu und lege pro Frage den passenden Fragetyp fest. Teste die Umfrage in der Vorschau und versende sie anschließend per „Umfragelink freigeben“. Sobald Antworten eingehen, kannst du sie im Bereich „Ergebnisse analysieren“ auswerten.
Ist SurveyMonkey kostenlos?
Ja, SurveyMonkey hat einen dauerhaft kostenlosen Basis-Tarif. Damit kannst du unbegrenzt viele Umfragen anlegen und Vorlagen nutzen. Allerdings ist die Zahl der Fragen pro Umfrage und der einsehbaren Antworten begrenzt, und Funktionen wie Umfragelogik oder erweiterte Auswertungen sind nur in den Bezahltarifen enthalten. Die genauen Limits können sich ändern – prüfe sie vor dem Start im Tarifvergleich.
Ist SurveyMonkey anonym?
SurveyMonkey kann anonym erheben, tut das aber nicht automatisch. Du musst in den Umfrage-Einstellungen festlegen, dass keine identifizierenden Daten wie die IP-Adresse gespeichert werden, und in den Fragen auf Namen oder E-Mail-Adressen verzichten. Erst dann sind die Antworten wirklich anonym.
Ist SurveyMonkey DSGVO-konform?
SurveyMonkey lässt sich DSGVO-konform einsetzen, erfordert aber Aufwand. Daten werden unter anderem auf Servern in den USA, Kanada und Irland gespeichert, und für einen rechtssicheren Einsatz brauchst du meist einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag). Diesen bietet SurveyMonkey in der Regel nur in den Bezahltarifen an. Bei geschäftlichen Befragungen mit personenbezogenen Daten solltest du Datenschutzerklärung, Einwilligung und AV-Vertrag berücksichtigen.
Welche Alternativen gibt es zu SurveyMonkey?
Es gibt zahlreiche Umfrage-Tools, die je nach Zweck besser passen können – etwa wenn du alle Antworten kostenlos brauchst, einen EU-Serverstandort möchtest oder eine wissenschaftliche Umfrage planst. Einen neutralen Überblick mit Stärken und Schwächen der einzelnen Anbieter findest du in unserem Umfrage-Tools-Vergleich. Welche Alternative für dich die richtige ist, hängt vor allem von Datenschutz, Funktionsumfang und Budget ab.
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